Möltenorter
Seglerkameradschaft

MSK-Platz 1 beim WVM Team Cup 2011 vor Mönkeberg!!??

20.08.11

MSK-Platz 1 beim Team Cup 2011 vor Mönkeberg

(JK) Der WVM hatte zum großen Segelevent eingeladen. Neben der Deutschen offenen Meisterschaft der X79-Yachten, zu der auch zahlreiche dänische Segler angereist waren, wurde der Jollen-Cup und der Team-Cup, der gleichzeitig für den Förde-Cup gewertet werden sollte, ausgesegelt.

 Als mich vor ein paar Wochen Andreas danach Frage, ob ich auf seiner „Nina Bonita“ eine Regatta mitsegeln möchte, hätte ich nicht gedacht, dass wir neben dem Spaß auch noch richtig Ehrgeiz entwickeln würden. Klar habe ich zugesagt, und eine kleine Testrunde bei lauem Wind (1 -2 Bft.) zeigte, dass seine Elvström 717 locker mit 6 – 7 Knoten über die Förde glitt. Da war der Spaß schon vorprogrammiert.

Ein Team mit zwei weiteren Dickschiffen war von Andreas schnell gebildet. Die IO, eine Luffe 40 von Jochen Heinz und die Petite Maitresse mit Michael Hamann als Steuermann der Matcher 31 komplettierten das Team.

Die Mannschaft der Nina Bonita: Andreas als Steuermann, Sina (ab zweiter Regatta), Nicki, Björn und ich als Trimm- und  Ballastbesatzung.

Samstag, 20. August, geht die erste Wettfahrt mit einem Kängurustart los. 13 Minuten nach der langsamsten Yacht dürfen wir erst über die Startlinie. Aber wir starten damit im Mittelfeld, und einige Yachten mit niedrigerem Yardstick (und damit auch deutlich schneller) starten noch hinter uns. Dreieck – Schenkel heißt es vom Hafen Mönkeberg über Tonne 16, SVK-Tonne (bei Tirpitzhafen) und Tonne 3 durch die Förde. Gut, dass Björn kurzfristig eingesprungen ist, denn die junge Dame legt sich gerade mit Gennacker schnell auf die Backe. Auf Halb- und Amwind-Kurs zeigt die Lady ihre Stärken, jedoch auf der Kreuz verliert sie wieder beträchtlich, da uns die Höhe auf dem Kurs fehlt. Hinzu kommen in der erstmals zusammengesetzten Mannschaft Abstimmungsprobleme beim Gennacker setzten, was gleich mit Platzverlusten bestraft wurde.

Durch eine unglückliche Aktion unseres Teamkollegen vor der letzten Tonne müssen wir noch ein Manöver einlegen und verlieren noch mal wertvolle Zeit. Dann glücklich vor einer ganzen Anzahl von anderen Schiffen durchs Ziel, sollte sich an Land die Ernüchterung zeigen. Trotz Kängurustart, wo ja der Yardstick bereits eingerechnet ist, erfolgt noch mal eine Yardstick-Verrechnung. Wie bitte ¿?¿ bis heute nicht nachvollziehbar. Tja, Regattaleitungen entscheiden nun mal eigenständig.

Egal, wir segeln die zweite Regatta mit normalem Start und stimmen uns schon viel besser ab. Ein Windloch hinter der SVK-Tonne (Hindenburgufer) lässt eine deutlich größere Yacht fast auf uns auflaufen. Knapp einen halben Meter vom Heck entfernt kann der Skipper noch abdrehen. Das war knapp – ich hatte die Yacht schon im Cockpit gesehen. Dann schnell ein paar Böen abreiten und pingelig auf den Trimm achten.

Dafür werden wir belohnt und können uns in unserem Team an Position zwei setzen. Alles Entscheidende sollte sich am Tag zwei und somit der dritten Regatta (Zeitfensterstart) am Sonntag zeigen – Hopp oder Top? Die deutlich länger ausgelegte Segelstrecke kommt der Elvström zugute, und das nutzen wir gnadenlos aus. Es zeigt sich hier besonders, dass die Abstimmungen an Bord deutlich besser laufen als am Samstag.

 

Eine taktische Entscheidung des Skippers, länger auf der Steuerbordbacke zu segeln, erweist sich als gold richtig. So können einige ständig kreuzende Yachten überholt werden. Trotz ärgerlichem Windloch – wieder auf Höhe Hindenburgufer – das die vor uns segelnden Yachten noch nicht und die hinter uns, nicht mehr erwischen, kommen wir recht gut ins Ziel. Wo sind unsere Team-Boote?

 

Die IO ist lange vor uns ins Ziel gesegelt, aber die Petite M. liegt knapp hinter uns. Für die Petite M. sollte es reichen, sie muss mehr vergüten, aber hat es auch für die IO gereicht? Tja, was soll ich sagen – es hat gereicht – verrechnet liegen wir 1:46 Minuten vor ihr, und damit haben wir den ersten Platz innerhalb unseres Teams. Unser Ziel für das Wochenende und die Regatten haben wir erreicht, auch wenn unser Team „nur“ Platz sechs von allen erreicht hat. Aber wir hatten Aktion, Spaß und Ehrgeiz dabei. Was will man mehr?

Nicht vergessen möchte ich, einen besonderen Dank an die Organisatoren der WVM hier zu hinterlassen. Bis auf die zweite Yardstick-Verrechnung haben die das wirklich super gemacht, und das Landprogramm vor und nach den Regatten konnte sich auch sehen und hören lassen. Und das nicht nur durch den R.S.H.-Gewinn und die damit verbundenen Freiwürstchen, –bier, und -selter.

Wir werden ein wenig üben und nächstes Jahr den Termin schon mal freihalten!

Danke Skipper, sagt Jörg K. alias Sailtokiel.de!

 


 
MSK Möltenorter Seglerkameradschaft e.V.