Freiwilliges Soziales Jahr

Freiwilligendienste im Sport

Für Schulabgänger und alle anderen Interessierten ab 16 Jahren bieten wir einen Platz im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) oder dem Bundesfreiwilligendienst (BFD) im Sport an.

Die Freiwilligendienste im Sport dauern 12 Monate und können zum 1. Juli, 1. August oder 1. September eines jeden Jahres angetreten werden. Der Einsatz der Freiwilligen erfolgt überwiegend in der Kinder- und Jugendarbeit.

Die Sportjugend Schleswig-Holstein koordiniert als anerkannter Träger die Freiwilligendienste, begleitet und berät die Freiwilligen und gestaltet die 25 Seminartage.

Bei uns in der Möltenorter Seglerkameradschaft hat der/die Freiwilligen Dienstleistende/r unterschiedlichste Aufgaben wie Trainertätigkeit, Freizeiten gestalten, Hilfe bei Veranstaltungen des Gesamtvereines, Bootsarbeiten und Pflege der Boote, Regattabegleitung und vieles andere. Die Hauptarbeitszeit findet in den Sommermonaten statt. Dafür erfolgt dann in den Wintermonaten der Zeitausgleich nach Absprache. Um Trainerarbeit leisten zu können, wird vom Verein der Trainerschein-C im Segeln, der Sportbootführerschein See sowie ein Segelkurs bezahlt. Jede/r unserer bisherigen FSJ-ler/innen hat für sich viel aus dem Jahr mitgenommen, ist in dem Jahr selbständig geworden und konnte sehr zielstrebig die Zukunft gestalten. Bei uns in der Jugendgruppe sind alle immer integriert und helfen im Verein selbst noch Jahre nach Beendigung des Jahres gern.

Bei Interesse sehr gern bei unserer Jugendwartin melden.

Unser „erster“ hat in dem folgenden Interview alle wesentlichen Punkte zum FSJ in der MSK genannt:

Interview mit dem FSJ-ler Moritz 2011
Wer am Wasser aufwächst, für den ist Wassersport etwas sehr naheliegendes. Moritz Meyer machte daraus mehr als nur ein Hobby. Nachdem dieser im letzten Jahr sein Abitur an der Heinrich-Heine-Schule gemacht hat, absolviert er nun ein Freiwilliges Soziales Jahr im Sport bei der „Möltenorter Segler Kameradschaft“. Worin seine Aufgaben bestehen und warum ihm diese Arbeit so viel Spaß macht, erfahrt ihr im folgenden Interview:

Wie bist du darauf gekommen, ein Freiwilliges Soziales Jahr beim MSK zu machen
Eigentlich wollte ich zuerst Zivildienst leisten, aber dann wurde ich von Holger Scheidler, dem 1.Vorsitzenden des Segelvereins, gefragt, ob ich nicht im Verein ein freiwilliges Soziales Jahr, welches bei anerkannten Einsatzstellen als Zivildienstersatz gilt, absolvieren möchte. Ich bin dort seit 8 Jahren Mitglied, das Segeln ist eines meiner größten Hobbys und deshalb hatte ich sofort Interesse.

Woraus besteht denn dein Arbeitstag, du segelst doch nicht die ganze Zeit?
Nein, das kann man nicht behaupten. Zu meinen Aufgaben gehört zwar das Segeltrainig mit den Opti-Kindern und der Jollengruppe, aber auch Arbeiten an Land. Zum Beispiel muss ich Reparaturen an den Booten vornehmen. Im Moment kümmere ich mich um unseren Segelkutter, damit wir damit im nächsten Sommer wieder in der Ostsee auf Tour gehen können. Ich muss mich auch um das Vereinsheim kümmern, aufräumen und die Hecke schneiden. Außerdem mache ich auch kleine Büroarbeiten und übernehme Teile der Verwaltung.

Da hast du ja ein breites Arbeitsfeld, bekommst du dafür auch etwas?
Es heißt zwar nicht umsonst „Freiwilliges Soziales Jahr“, aber eine kleine Entlohnung bekomme ich schon, nämlich ein Taschengeld von 280 €. Das klingt im ersten Moment viel, wenn man allerdings bedenkt, dass vom Staat vorgesehen ist, von diesem Geld Miete, Kleidung, Lebensmittel etc. zu bezahlen, dann landet man schnell bei teilweise sogar unter 0 € am Monatsende. Allerdings habe ich das Glück noch bei meinen Eltern leben zu können, sodass ich keine Miete und auch kein Geld für Lebensmittel zahlen muss.

Und was sind deine Arbeitszeiten?
Also, ich muss in einer Woche 38,5 Stunden arbeiten. Das Schöne ist allerdings, dass ich meine Arbeitszeit flexibel gestalten kann. Am Anfang der Woche treffe ich mich meist mit den Vorgesetzen und wir besprechen, was in dieser Woche so an Aufgaben ansteht. Diese Aufgaben kann ich dann flexibel um die festen Trainingszeiten legen. Das hat den Vorteil, dass man sich auch mal Zeit zum Ausschlafen nehmen kann oder aber auch andere private Dinge zwischen den Arbeitszeiten gut erledigen kann. Ich muss nur am Ende der Woche auf meine 38,5 Stunden kommen, was mithilfe eines Stundentagebuches kontrolliert wird.

Musst du auch manchmal Überstunden leisten?
Ja, schon alleine dadurch, dass im Sommer die meisten Aktivitäten im Verein stattfinden. Im Winter kann man schließlich nicht so gut segeln. Aber auch die Arbeiten an Land müssen schließlich gemacht werden. Da kommt es dann vor, dass man schon mal ein paar Stunden länger an den Booten arbeitet, als vorgesehen. Aber dafür kann ich jetzt im Winter des Öfteren frei machen, um die Überstunden auszugleichen. Außerdem habe ich ja noch meine 26 Urlaubstage im Jahr.

Was gehört sonst noch zu deinem Job?
Im Laufe des FS – Jahres muss ich an verschiedenen Seminaren teilnehmen. Dort treffe ich dann mit FSJ-lern zusammen, die in anderen Sportvereinen arbeiten. Da kommen eine Menge Leute zusammen und alle haben viel über ihre Arbeit zu erzählen. Gemeinsam werden wir dann geschult und erlernen den Umgang mit Kindern, aber auch mit Eltern (die sind nämlich meistens noch schwieriger zu handhaben als die Kinder). Insgesamt bekommen wir da viel für die Vereinsarbeit beigebracht, aber auch viel Zwischenmenschliches. Für die 10 freien Seminartage, die ich außerdem noch habe, muss man sich selbst anmelden. In nächster Zeit findet zum Beispiel ein Barkeeper-Lehrgang statt, den ich ganz interessant finde!

Welche Vorraussetzungen braucht man denn, um beim MSK ein FSJ-Jahr zu machen?
Also man sollte natürlich segeln können und braucht den Sportbootführerschein See. Außerdem denke ich, dass man der Arbeit mit Menschen, vor allem mit Kindern, offen gegenüberstehen sollte.

Was denkst du, hat dir dieses Jahr gebracht?
Also zunächst natürlich eine Menge Spaß! Segeln ist für mich ja auch eher ein Hobby als Arbeit. Auch die Zwischenseminare sind immer ziemlich lustig und ich freue mich immer schon im Voraus darauf. Aber man lernt bei der Arbeit auch viel Zwischenmenschliches, was einem im späteren Leben noch nützlich sein wird. Mir wurden viele pädagogische Aspekte vermittelt, zum Beispiel der Umgang mit den unterschiedlichen Altersgruppen. Auch mein Selbstbewusstsein, Teamfähigkeit und Disziplin wurden gefördert. Diese so genannten „Soft-Skills“ sind für spätere Arbeitgeber teilweise wichtiger als die „Hard-Skills“, also das pure erlernte Wissen, was ein Bewerber aufzuweisen hat. Außerdem wird ein FSJ zunehmend stärker bei Bewerbungen als positiver Pluspunkt anerkannt, so dass sich ein FSJ im Lebenslauf immer gut macht.

Unsere „ Freiwilligen“ in den vergangenen Jahren:

  • 2010/2011 Moritz Meyer
  • 2011/2012 Jule Buchner
  • 2012/2013 Sandra Krüger
  • 2013/2014 Marie-Louise Mahlstedt
  • 2014/2015 nicht besetzt
  • 2015/2016 Laura Liebetrau
  • 2016/2017 Lukas Rau
  • 2017/2018 Monja Fock
  • 2018/2019 nicht besetzt

Bist Du Seglerin oder Segler?

Die Möltenorter Seglerkameradschaft betreibt eine engagierte Jugendarbeit und sucht dazu jemanden, die/der dabei aktiv helfen möchte.
Im Sommer wirst Du unser Opti-, Jollen- und Kuttertraining auf der Kieler Förde begleiten und leiten, im Winterhalbjahr stehen die Mithilfe bei der Pflege des Bootsparks und den Kursen zur Seemannschaft und zu den Führerscheinen auf dem Programm. Du kannst kreative Ideen einbringen und sie mit den Jugendlichen realisieren. Wir unterstützen Deine Fortbildung durch Teilnahme an Kursen zum Sportbootführerschein, zu Segelkursen wie SPOSS und SKS und zu Trainer C–Lizenzen im Segeln.

Unser Verein ist offiziell anerkannt für die Beschäftigung im Rahmen der Programme für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und den Bundes Freiwilligen Dienst ( BuFDi). Bei Interesse bitten wir um Kontakt zu unserer Jugendwartin:


Heidi Behrends-Mey, Telefon 0431 241063, e-Mail